Oi queridos, tudo bem?
Nun bin ich schon seit genau 56 Tagen in São Paulo und
fühle mich immer noch pudelwohl! Verrückterweise geschieht jedes Mal, wenn ich
gerade das Gefühl habe, dass der Alltag einkehrt, etwas überraschendes Neues.
Es sind diese Kleinigkeiten - eine neue
Aufgabe im Projekt, ein überraschender Brief aus der Heimat, eine Einladung zu
einem Fest oder einfach nur ein plötzliches Lächeln eines Fremden auf der
Straße – die mein Leben hier so spannend und abwechslungsreich gestalten!
Es ist nun schon eine halbe Ewigkeit vergangen, seit ich es das letzte Mal
geschafft (und mich aufgerafft) habe, mich für einen Blogeintrag an den Laptop
zu setzen und dafür kommt jetzt mal wieder umso mehr auf einmal. Sorry! :)
Ich versuch das Ganze hier ein bisschen zu gliedern, um euch nicht vollkommen
mit den Massen an Wörtern zu verschrecken (ihr müsst auch nicht alles auf
einmal lesen)..
Ostern und mein Geburtstag:
Den Gründonnerstag hab ich in „Cha do Padre“, (dem Obdachlosenprojekt)
verbracht, wo eine Feier mit allen möglichen Mitarbeitern von Sefras stattfand.
Was wirklich schön war, war die Tatsache, dass ich dank meiner
„Hospitationswoche“ ja schon total viele Projekte gesehen hatte und somit ziemlich
viele der Anwesenden kannte. Außerdem waren auch drei der Mitarbeiterinnen aus
meinem Projekt (ich weiß inzwischen auch endlich den korrekten Namen: CCA
Sefras Peri) ebenfalls dort und dank ihnen hab ich mich so richtig zugehörig
gefühlt! Die Feier an sich war auch echt schön! Es haben sich dafür Mitarbeiter
aus allen Projekten sozusagen als ihre Klienten „verkleidet“ (als Obdachlose,
Senioren,..) und diesen wurden dann die Füße gewaschen. Danach haben sie ein
Kreuz hereingetragen, auf dem Sätze standen, die auf die Schicksale und
Probleme dieser bezogen waren (z.B. Gewalt in der Familie zerstört ein
glückliches und gesundes Aufwachsen von Kindern). Das Ganze hat mich irgendwie
total berührt (hätte ich nie erwartet) -die Vorstellung, dass diese Menschen
ihre Krankheit, Hintergrund oder Geschichte quasi wie ein Kreuz mit sich
herumtragen und die Mitarbeiter von Sefras versuchen, diese mit ihrer Arbeit zu
beseitigen oder leichter zu machen. Mir ist irgendwie das erste Mal bewusst
geworden, wie wichtig diese Arbeit hier wirklich ist!
Karfreitag wurde abends in der Kirche von Gemeindemitgliedern die Leidensgeschichte Jesu nachgespielt.
Am Anfang habe ich über die fehlende Professionalität und ständigen
Technikaussetzer noch geschmunzelt, aber gegen Ende haben mich die Schauspieler
mit ihrem Eifer und ihre Leidenschaft echt gepackt und als Maria später über
dem toten Jesus in ihren Armen getrauert hat, hatte ich eine richtige
Gänsehaut! Danach fand eine lange Prozession durch das Viertel statt. Die
Dunkelheit, die vielen Menschen und die aus voller Inbrunst mitgesungenen
Lieder und Gebete haben ihr eine ganz besondere Atmosphäre verliehen.

Am Samstag habe ich erst einmal total die Sonne
unterschätzt und mir einen schönen Sonnenbrand geholt.. Die Osternacht war
eigentlich ganz schön, hat sich für mich nur eeewig hingezogen (20.00 – 23.00 Uhr), was
vermutlich vor allem daran gelegen hat, dass es erst danach Abendessen gab und
ich beinahe verhungert bin. Nach dem Gottesdienst hab es für jeden ein großes Schoko-Osterei
und um halb 12 im Konvent endlich Essen :)
Der Ostersonntag war sehr entspannt, mit gutem Essen, weiterer Schokolade, viel
Schlaf und wunderbarem Ausblick auf „meiner“ Dachterrasse.
Meinen Geburtstag hab ich eigentlich schon am vorherigen
Tag gefeiert. Es kamen nämlich spontan (zu mindestens für mich, ich hatte
nämlich keine Ahnung was los ist) ein paar Menschen im Konvent vorbei, um den
Geburtstag einer Mitarbeiterin von Sefras zu Feiern. Sie haben im Wintergarten
auf dem Dach gegrillt, es gab Kartoffelsalat und Bier und es wurde ein ziemlich
witziger Abend mit 4 Mönchen, 1 Novizen, 2 Nonnen, 3 Mitarbeitern von Sefras
und mir als Küken :) Als das Geburtstagskind erfahren hat, dass ich am nächsten
Tag 21 werde hat sie kurzerhand beschlossen, meinen Geburtstag gleich
mitzufeiern. So wurde mir ein Luftballon in die Hand gedrückt, ein Ständchen
gesungen und wir haben den Kuchen zusammen angeschnitten. An meinem Geburtstag
selbst hab ich mit meiner Familie und Freunden geskyped und mich unglaublich
über die vielen Nachrichten lieber Menschen gefreut, die an diesem Tag an mich
gedacht haben. Den Nachmittag habe ich in dem riesigen und wunderschönen Park
Ibirapuera (und mit dem sehr verwirrenden Weg dorthin und wieder zurück) verbracht
und dort einfach die Sonne genossen.


Apropos Geburtstag – es gibt hier in Brasilien (oder zu mindestens São Paulo)
den Brauch, das Geburtstagskind zur Feier des Tages mit rohen Eiern (und wenn
man Pech hat auch mit Farbe) zu bewerfen und danach lauthals ein Geburtstagsständchen
zu singen. Das Ganze ist eine riesen Sauerei und der Pechvogel, der Geburtstag
hat, hat danach die ganzen Haare voller Eierpampe und Schalen (und am nächsten
Tag stinkt die ganze Straße nach faulen Eiern). Die Jugendlichen aus meinem
Projekt machen das immer bei sich gegenseitig und haben dabei einen riesen
Spaß. Ich auch – allerdings nur beim Zuschauen :D Ich hatte ja glücklicherweise
an einem Samstag Geburtstag und am Montag hatten meine Mitarbeiterinnen dies zu
meiner großen Freude schon wieder vergessen (ich hatte total Angst - mir wurde
das Eierwerfen nämlich schon angedroht).
Praktikum
Wenn ich morgens aufwache, dann immer zu Musik und Lärm
von draußen. Verrückterweise ist es immer die gleiche Liedzeile, die sich
wiederholt - Entweder es ist ein Zufall
und ich wache immer passend dazu auf, oder es ist eventuell die Melodie des
Rückwärtsganges der Busse auf dem Parkplatz direkt beim Konvent (in Indien war
diese Melodie immer Jingle Bells!). Nach dem Frühstück kämpfe ich mich dann
(inzwischen schon gegen 7 Uhr morgens) durch die Menschenmassen, die sich am
Straßenrand (und auf der halben Straße) am Boden ausgebreitet haben, und
Kleidung verkaufen. Man hat das Gefühl, das ganze Viertel ist auf den Beinen,
um die besten Leggins und bauchfreien T-Shirts abzustauben.
Apropos Klamotten - Was den
Kleidungsstil angeht, gibt es hier natürlich die ganz normalen
unterschiedlichen Stile der Jugendlichen und jungen Erwachsenen (São Paulo ist
schließlich eine ganz normale Großstadt). Abgesehen davon habe ich bisher
innerhalb meiner Zeit (zu mindestens in meinem Stadtteil und in dem meines
Projekts) 4 Haupttrends entdeckt:
1. Frozen.
Wer den Animationsfilm nicht kennt – hier eine kurze Zusammenfassung: es geht
um eine gute Schwester, eine Böse, einen Prinzen und einen Schneemann (Olaf!!).
Die gute Schwester will sich mit ihrer bösen Schwester mit den Superkräften
vertragen und verliebt sich währenddessen in den Prinzen. Und der Schneemann?
Der ist einfach süß („Ich kann meine Beine nicht spüren!“ :D). Ähm ja… kurzum,
ein ganz wunderbarer Kinderfilm, dank dem die Kids in meinem Projekt ständig
lauthals dessen Titelmusik „Let it go, let it goooo“ schmettern, ohne zu
wissen, was sie da eigentlich singen.
Aber zurück zur Kleidung – und davon gibt es hier mit Filmmotiven einfach
alles: Flipflops, T-Shirts, Jacken, Hosen, Taschen,… (erschreckenderweise auch
für Erwachsene!!)
2. Leoparden-Muster.
Ich weiß! Ich dachte auch, dass diese Phase endlich vorbei ist, aber nein… hier
wird es auf allen Kleidungsstücken und in allen Altersklassen getragen – und
wenn ich ALLE schreibe, dann mein ich auch ALLE (vom Kleinkind im
Leopardenstrampler bis zur 60-jährigen Frau im kurzen Leopardenkleidchen)!
3. Leggins
Jede zweite Person trägt hier Leggins in allen möglichen verschiedenen
Varianten (von schlicht über komplizierte Muster bis hin zum obligatorischen
Frozen-Aufdruck). Das Ganze ist definitiv nicht immer vorteilhaft, aber
vermutlich bequem.
4. Je kürzer, desto besser.
Knappe Hotpants, kurze Kleidchen, rückenfreie oder durchsichtige Oberteile –
hier wird alles getragen. Und die wichtigste Regel ist: Egal welche Figur und
welches Alter: bauchfrei geht immer!
So, aber nun zurück zu meiner Arbeit hier:
In meiner Praktikumsstelle gefällt es mir wirklich unglaublich gut! Das liegt zu
einem Großteil einfach an den super tollen Mitarbeitern dort, mit denen ich
mich immer besser verstehe. Sie geben sich richtig viel Mühe, mir so viele
verschiedene Einblicke wie möglich zu geben und haben eine unendliche Geduld,
wenn ich mal wieder (sprachlich bedingt) überhaupt nicht verstehe, worum es
eigentlich gerade geht. Der Kontakt mit den Kindern (va den jüngeren) wird
immer enger! Kuscheleinheiten und Haareflechten (alle sind ganz fasziniert von
meinen "blonden“ Haaren) sind an der Tagesordnung und auch die Sache mit dem
Respekt klappt immer besser. Ich lern inzwischen sogar Schimpfwörter (die Leute
um uns rum im Bus müssen sich über das Gespräch zwischen einer Mitarbeiterin
und mir wirklich gewundert haben) - natürlich nur um sie zu erkennen, wenn die
Kinder sie verbotenerweise benutzen ;)
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| Spiel während der Celebração da Vida |
Es finden ständig verschiedene
Aktivitäten statt, wie beispielsweise eine weitere „Celebração da vida“
(Geburtstagsfeier) und damit verbundenes Pralinen machen, ein Kinobesuch mit
den großen Mädls (Cinderella), Volleyball spielen, ein Treffen mit den Eltern
und die lange sehnsüchtig erwartete Feier des „Dia das Mães“ – dem Muttertag am
letzten Donnerstag. Hierfür wurde stundenlang das gesamte Projekt mit
glitzernden Herzen und Luftballons geschmückt und die Kinder haben wahre
Kunstwerke für ihre „Mamãe“ (Mami) geschaffen und aufgehängt. Am Tag selbst
haben dann die Kleineren in weißen Leibchen mit einem großen roten Herz drauf
einen Tanz vorgeführt (sehr putzig – das Lied dazu ging ungefähr so: „Mama, du
bist so schön, Mama, du bist so toll, Mama, du bist die Liebe meines Lebens,…“
und immer so weiter :D). Die Großen haben ebenfalls getanzt, bzw. ein Lied
gesungen. Alles in allem eine sehr gelungene Feier und die anwesenden Mamas
haben sich gefreut!
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| beim Pralinen machen |




Apropos Mama („apropos“ entwickelt sich irgendwie zu
meinem neuen Lieblingswort) – ich hab mich vor kurzem mit einem 13-jährigen
Mädchen aus meinem Projekt unterhalten und sie hat mit erzählt, dass 4 ihrer
Freundinnen im Moment schwanger sind (13, 14, 14 und 15 Jahre alt). Ein
weiteres Mädchen hat mit erzählt, dass ihre Mama 22 Jahre alt ist – sie ist 9
Jahre alt und ihr großer Bruder 10… Laut einer Mitarbeiterin sind so frühe
Schwangerschaften hier unglücklicherweise häufig die Realität. Die Kinder haben
keinen Aufklärungsunterricht in der Schule und in den Familien ist Sexualität
ein Tabuthema (seltsam, wo doch die Brasilianer so freizügig erscheinen). Die
Mädchen ziehen sich schon in jungen Jahren unglaublich knapp und „aufreizend“
an, sind aber eigentlich noch total naiv und haben keine Ahnung was mit ihnen
passiert und schwupps – sind sie plötzlich schwanger und stehen in den meisten
Fällen alleine da (die Väter machen es sich leicht und ziehen sich aus der
Verantwortung). Von den Kindern bei uns im Projekt sind fast alle Mütter super
jung und haben oft viele Kinder von unterschiedlichen Vätern.
Wochenenden
An meinen Wochenenden versuche ich nach wie vor so viel
wie möglich von São Paulo zu entdecken. Ich war im „Museu da Lingua Portugesa“
(Museum der portugiesischen Sprache – super modern, mit vielen interaktiven
Anteilen), habe Shrimps-Balls im japanischen Stadtviertel Liberdade gegessen, bin durch
die Avenida Paulista geschlendert und war im „Mercado Municipal“ (große
Markthalle mit vielen verschiedenen Obst- und anderen Essensständen).
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| Museu da Lingua Portugesa |
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| Liberdade |
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| Im Mercado Municipal |
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| Avenida Paulista |
Außerdem
bin ich am 1. Mai (ist hier auch ein Feiertag) mit einem Bruder aus dem Konvent in die etwa
60km (= ca. 2h Fahrt) entfernte Stadt Santos gefahren. São Paulo selbst ist etwas
höhergelegen und die nächste Stadt am Meer ist Santos. Sie hat einen richtig
schönen (allerdings etwas heruntergekommenen) alten Stadtteil, mit einem
Kaffeemuseum (der Kaffeeanbau und –verkauf hat die Weichen für den Aufstieg São
Paulos zur größten Metropole Südamerikas gestellt) und einem Museum zu Ehren
des Fußballspielers Pelé. Der neue Stadtteil ist von dem alten quasi durch
einen Berg getrennt (man läuft/fährt zuerst durch einen Tunnel) und ist geprägt
von vielen, vielen Hochhäusern und breiten Palmen-Alleen. Der Strand ist super
lang und von der Straße durch einen insgesamt 10km langen und ca. 100m breiten
Garten-Streifen mit Palmen, Pflanzen und Wegen getrennt, in dem die Leute
Fahrradfahren, Inlineskaten oder einfach nur Spazieren gehen. Da es im Moment
in São Paulo relativ kalt ist (zwischen 17 und 21 Grad und windig) hatte ich
nicht mit dem guten und vor allem warmen Wetter in Santos gerechnet und
deswegen leider keine Badesachen dabei. Aber es war trotzdem super schön
einfach entspannt barfuß am Meer entlang zu laufen und die Sonne zu genießen :)
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| Blick auf die Küstenregion |



Ein weiteres super spannendes Erlebnis war der Besuch
einer Candomble-Feier, zu der mich eine Mitarbeiterin meines Projektes in das
Haus ihrer Familie eingeladen hat. Die Religion „Candomble“ ist eine afro-brasilianische
Religion und wurde ursprünglich von den afrikanischen Sklaven mit nach
Brasilien gebracht. Da die Ausübung damals verboten war, machten die Anhänger
der Religion aus ihren Gottheiten damals katholische Heilige, um ihren Glauben
weiter ausüben zu können. Vor allem im eher afrikanisch-geprägten Bundesstaat
Bahia ist er heute weit verbreitet. Den ganzen Vormittag über wurde im Haus
meiner Mitarbeiterin geputzt und gekocht und alles für das Fest hergerichtet.
Die Frauen haben sich schick gemacht und in ganz besondere Kleider geworfen –
bestehend aus einer Art Reif-Rock, einem Rock darüber, einer Spitzenbluse,
einem Tuch um Brust und Bauch gewickelt und einem Tuch um dem Kopf. Das ganze
sah für mich wirklich Afrikanisch aus (oder zu mindestens so, wie ich es mir
bei einem traditionellen afrikanischen Fest vorstelle). Das Mädchen das mich
mitgenommen hat, hatte in ihren lila-metallisch schimmernden Kleidern und dem
vielen Goldschmuck etwas von einer wilden Piratenbraut :D

Das Fest selbst fand dann
im hauseigenen „Gebetsraum“ mit etwa 20-30 Leuten statt und dauerte fast 5
Stunden! Es bestand vor allem aus Gesang (begleitet von Trommeln und Schellen)
und stundenlangem Getanze. Immer wieder wurden Opfergaben gemacht – unter
anderem vor einer Art eisernem Kerzenständer, auf deren Spitze der Kopf eines
toten Hahnes steckte (sehr skuril!). Außerdem haben die Frauen und auch Männer
zur Verehrung den Boden in verschiedenen Richtungen und vor bestimmten Personen
geküsst. Zwischendurch wurde es dann richtig gruselig, als verschiedene Leute
(ua. auch ein etwa 13 jähriges Mädchen) scheinbar in Trance gefallen sind – sie
haben ganz wild getanzt, geschwankt und mit den Augen gerollt. Da war Gänsehaut
wirklich vorprogrammiert! Sie wurden dann alle in einen separaten Raum geführt
und kamen ein paar Minuten später wieder heraus, als wäre nichts passiert.
Ziemlich seltsam und gewöhnungsbedürftig, aber echt spannend!

Nach der Feier habe ich dann das erste Mal Feijoada – eine Art Nationalgericht
in Brasilien probiert. Es wurde von den Sklaven erfunden und ist eine Art
Eintopf aus schwarzen Bohnen und verschiedenen Fleischresten (das, was ihnen
ihre Herren übriggelassen hatten). Dazu wird Reis und Gemüse gegessen. Da ich
besagte Fleischreste zuvor in rohem Zustand gesehen hatte (einige davon sahen
verdächtig nach Schweinefüßen aus), hatte ich nicht ganz so großen Appetit
darauf und hab um das Fleisch herum gegessen ;)
Ach ja – ich bin nun übrigens wirklich legal in
Brasilien. Nachdem ich etwas zu spät gemerkt habe, dass zu meinem Aufenthalt hier
mein Visum allein nicht reicht, sondern ich mich auch noch bei der „Policia
Federal“ registrieren muss, hab ich etwas Panik bekommen. Doch es war alles
halb so wild: 1000 Dokumente, Passfotos und gewartete Stunden später und um
weitere 60€ ärmer bin ich nun endlich offiziell und legal hier – kann
allerdings sein, dass ich die ganze Prozedur im Juli/August noch einmal machen
muss (das hab ich noch nicht so ganz verstanden).
Sooo.. geschafft! Ach ja, die Post zu mir dauert zwar
sehr, sehr lange, aber sie kommt an. Ich freu mich also immer über Briefe oder
sonstige Nachrichten von euch! Meine Adresse hier ist:
Lea Schramm
Convento Santo Antonio de Pari
Praça Padre Bento s/n
03031 -030 São Paulo
BRASIL
Beijos, Lea